2-Trails Part II: Höhlen- und Schluchtensteig

IMG_9297Nachdem wir am Sonntag den Mittelrhein Klettersteig bei Boppard überwunden haben, genoßen wir eine kurze Trink- und Esspause am Auto und entschieden uns mit dem Höhlen- und Schluchtensteig rund um Kell bei Andernach noch einen zweiten Trail an diesem Tag zu absolvieren.
Über die B9 ging es an Andernach vorbei in Richtung Kell. Dort ist der Parkplatz zum “Traumpfad” sehr gut ausgeschildert, so dass wir ohne weitere Probleme starten konnten.

Wir wählten die Laufrichtung Krayermühle, auch wenn aufgrund der bereits einkehrenden Dämmerung klar war, dass wir dann die Highlights der Strecke – die Höhlen und Schluchten – erst im Dunklen erreichen werden.


Hier in der Eifel erwartete uns eine völlig andere Welt: Statt romantisch verspielter Rheinschleife befanden wir uns nun entlang von scheinbar endlos ruhigen Feldern in hügeligem Terrain. Im Sommer liebe ich es die Eifel mit dem Rennrad zu durchkreuzen. Dass ich jedoch tatsächlich mal über die Felder gelaufen wäre, liegt hingegen schon eine Weile zurück.
Das erste Stück empfand ich am heutigen Tag zwar durchaus als schön, aufgrund der weite der Felder aber auch eintönig, langsam und ruhig. Zusammen mit einem relativ breiten Weg war es für mich heute zumindest nicht der Traumpfad,  den er von der Namensgebung ausgab zu sein. Es ging jedoch permanent bergab, so dass wir die Felder in einem guten Tempo und ohne größere Anstrengung zurücklassen konnten.
Die Station der Mühle kennzeichnet den Zeitpunkt, wo der Weg von Feldweg in Waldweg übergeht. Man läuft ein wenig auf einem breiten Weg parallel zu einem Bach um diesen dann kurze Zeit später über eine Brücke zu überqueren.
Ab der Brücke wandelt sich der Wanderweg dann auch immer mehr zum Traumpfad. Es kommt eine etwas längere Steigung ehe man den Aussichtspunkt “Schöne Aussicht” erreicht, an dem wir eine kurze Verschnaufspause machten und unsere übrigen Müsliriegel verköstigten.
Den Aussichtspunkt nutzten wir auch dazu die Stirnlampen aus dem Rucksack zu holen, die uns beim anschließenden rasanten und wunderschönen Abstieg bereits einen guten Dienst erfüllten.
Unten angekommen überquerten wir eine Straße und durchliefen das Viadukt des Vulkanexpresses in Richtung der Höhlen.
Wie die Höhlenforscher durchliefen wir mit unseren Stirnlampen die beiden auf dem Weg befindlichen Trasshöhlen, ehe wir wieder die Verkehrsstraße überquerten und uns in Richtung der Ruine Kloster Tönisstein aufmachten. Die Höhlen haben mir dabei sehr gut gefallen, obwohl die Passage selbst nur sehr kurz ist.
Die bald folgende Klosterruine ging hingegen in der Dunkelheit unter und auch unsere Stirnlampen vermochten ihr nicht ihre Schönheit zu entlocken. Daher ging es weiter durch die Dunkelheit in Richtung der Schluchten und des Wasserfalls.
IMG_9383Die Dunkelheit ermöglichte es leider auch hier nicht mehr die Schönheit der Schlucht und des Wasserfalles in einem Bild festzuhalten. Der Traumpfad klingt aus mit einem Anstieg in Richtung des Parkplatzes und führt wohl noch an einem Sauerbrunnen bzw. den Römerbrunnen vorbei, den wir in dieser Nacht jedoch auch nicht besucht haben.

Am Parkplatz angekommen waren wir froh den Trail in die gewählte Richtung abgelaufen zu sein. Er steigert auf diese Weise sukkzessiv seine Schönheit so, wie die Spannungskurve eines guten Buches. Zudem ist der Traumpfad überall äußerst gut ausgeschildert. Ein Verlaufen ist beinahe unmöglich.

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