Natursteig Sieg Etappe 7 – Teilstrecke: Herchen BHF – Dattenfeld BHF

Auch wenn wir am Ende der sechsten Etappe aufgrund des unerwartet langen Rückwegs zum Bahnhof ab dem Philosophenweg demoralisiert waren, schöpften wir nach kurzer Nahrungsaufnahme (wo waren eigentlich meine Belohnungsbrötchen hin?!)  Kraft um zumindest ein Teilstück der siebten Etappe des Siegsteiges aufzubrechen.

Die Etappe 7 des Natursteig Sieg geht eigentlich von Herchen nach Schladern. Durch unsere Recherche wußten wir, dass sich die auf der offiziellen Homepage angegebene Wegstrecke von 16 km um eine Nettolänge handelt, zu der für uns noch der Zuweg zu den jeweiligen Bahnhöhen kommen würde. Insgesamt sollte man so von Bahnhof zu Bahnhof für die Etappe weit mehr als 20 km zurücklegen. Eine Marathondistanz lag an diesem Sonntag nach dem demoralisierenden Abstieg der sechsten Etappe jedoch nicht mehr in unserem Interesse. Bevor wir also nach unserer kurzen Pause wieder aufbrachen, suchten wir nach einer Ausstiegsmöglichkeit aus der Etappe. Dort bietet sich einzig der Bahnhof Dattenfeld an, da die Etappe nach ca. der Hälfte der Distanz den Ort Dattenfeld streift.
Mit einem Ziel vor Augen und in Jacken umhüllt ging es wieder auf den Zuweg des Siegsteigs. Diesesmal führte uns der Zuweg nach Norden recht zügig über eine Brücke um kurze Zeit später uns eine gewisse Anzahl an Treppenstufen anzubieten, die neben einem Eisenbahntunnel angebaut wurden.
Nach einigen der zahlreichen Treppenstufen stellten wir fest, dass die Umgebung uns doch recht bekannt vorkam. Und tatsächlich: Dort sind wir eben doch noch hergelaufen..wir müssen also ein Hinweisschild übersehen haben, dass uns an dieser Stelle auf direktem Weg zum Bahnhof lotste und uns somit vor jeglicher Demoralisierung durch die recht lange Stadtlauferei am Ende der sechsten Etappe geschützt hätte. Den Wegweiser entdecken wir kurze Zeit später, nahmen es mit Humor und liefen nun auf bereits bekannten Terrain vorbei am Bodelschwingh Gymnasium in Herchen auf den Philosophenweg zu.

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Der Philosophenweg ist ein äußerst schöner, wenn auch kurzer Singletrail, der zuerst noch durch den Wald, dann jedoch entlang des Ufers der Sieg verläuft. Der schmale Pfad, der am Ufer zudem an der Eisenbahnlihnie vorbeigeht mündet in einer Gleisunterführung, die uns direkt in den Wald trägt.

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Dort geht es noch ein Stück auf recht engem Pfad und zur Zeit auch stellenweise sehr Nass weiter. Doch irgendwann mündet auch dieser Trail wieder an einem Aufstieg auf einen breiteren Weg, der uns aus dem Wald hinaus zu freien Felderflächen führt.
Beim Laufen genießt man automatisch den schönen Ausblick über die Freiflächen. Der Wanderweg geht kurze Zeit später jedoch in ein kurzes asphaltiertes Stück über, dass uns die nächste Steigung hinaufschlängelt. Am Ende der Steigung zeigte uns ein Wegweiser, dass es von nun an nur noch 5 km bis zum Bahnhof in Dattenfeld wären.

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Frohen Mutes ging es so weiter über einen breiten matschigen Weg, der uns abermals wieder in den Wald führen sollte. Den Weg kreuzten am Horizont ein Paar Rehe, die wir noch aus dem Augenwinkel erkennen können. Noch keine fünf Minuten wieder im Wald bog der Siegsteig scharf links ab und verhalf mit einer ganzen Horde von Miniserpentinen zu einem steilen, aber äußerst schönen Abstieg, der im unteren Bereich zudem ein paar Stufen aufwies. Unten angekommen verbreitete sich der Weg wieder und führte eine kurze Strecke entlang des Siegufers, wo er sich mit Beginn eines Naturschutzgebietes wieder langsam in hügeligeres Terrain verabschiedete.

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Es erwartete uns kurze Zeit später, damit der letzte Aufstieg für heute. Dieser verläuft auf einem einigermaßen schmalen Pfad, jedoch immer steiler werdend, zu einer Hütte. Dort machten wir eine kurze Verschnausfpause und genoßen den Ausblick ins Tal während wir in Gedanken glaubten die Steigung nun hinter uns gelassen zu haben. Tatsächlich ging es von diesem Punkt an aber noch ein ganzes Stück bergauf, wenn auch bei weitem nicht mehr so steil.
Nach dem Aufstieg brachte uns dann ein recht breiter Waldweg wieder runter nach Dattenfeld. Von dort ging es dann am Siegufer zurück zum Bahnhof. Kurz vor dem wir den Bahnhof erreichten fuhr eine Bahn nach Richtung Herchen ein. Dies bedeutete für uns 1 Stunde Wartezeit, die wir jedoch im naheliegenden Landhaus Köpke verbrachten, wo wir vom Wirt mit einem gekühltem Getränk verwöhnt wurden.

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Insgesamt ist das Teilstück eine sehr schöne Fortsetzung des hinteren drittels der sechsten Etappe gewesen und falls sie so weitergeht, scheint sie generell abwechslungsreicher und schöner als der Rundkurs der sechsten Etappe bei Herchen zu sein. Wir hatten bei unserem Ausstieg in Dattenfeld rund 300 Hm auf der Uhr stehen gehabt. Angeblich sollte die siebte Etappe ca. 1000 Höhenmeter aufweisen. Falls die Angaben korrekt sind, so wären die dicken Brocken also noch im zweiten Teil zu erwarten gewesen. Da wir die Etappe noch nicht beendet haben, haben wir nun zumindest einen Grund nocheinmal zur Sieg zurückzukehren.

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