Rheinburgenweg: Etappe 1 – Von Rolandseck nach Remagen

Die Tagesplanung

Samstag. Bestes Wetter. Das war schon freitags klar. Ich freute mich dementsprechend schon endlich wieder mit meiner Freundin zum Moselsteig zurückzukehren. Hätte ich doch nur ein besseres Gedächtnis. Oder zumindest besser zugehört. Sie war langfristig an diesem Wochenende schon verhindert. Ohne sie wollte ich hingegen nicht auf den Moselsteig. Eine Alternative musste her und war fix mit dem nördlicheren Teil des Rheinburgenweges gefunden. Den Rheinburgenweg kannte ich bisher nur stückchenweise von Boppard und der Moselgegend herum, aber nicht von der Bonner Gegend aus.
Also fix im Supermarkt noch etwas Tagesverpflegung in Form von passenden Gummischühchen gekauft und schon setzte ich mich um kurz nach 10 In Bewegung um mit der Bahn nach Rolandseck zu fahren. Dabei stellte ich fest, dass sich die Wartezeit am Bahnhof ganz optimal dazu eignet auch größere Mengen meines Verpflegungsbeutels aufzufuttern. Aber dafür gab es immerhin ja kein Frühstück.

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Auf den Rheinburgenweg vom Bahnhof Rolandseck

Der Rheinburgenweg beginnt eigentlich dann 2-3 km nördlich vom Bahnhof Rolandseck beim Rolandsbogen. Allerdings werden diesen Ausgangspunkt wohl die wenigsten wählen, die mit der Deutschen Bahn angereist kommen. Vom Bahnhof in Rolandseck bringt der dort ausgeschilderte Zuweg einen nämlich direkt mitten auf den Weg in Richtung des Wildparks von Rolandseck und wer kehrt an dieser Stelle wohl nochmal um?! Ich überlegte kurz auf dem Parkplatz, wo der Zuweg auf den Rheinburgenweg mündet, ob ich nochmal umdrehen sollte, aber da mir diese Gegend ja dann doch bekannt war, beschloß ich mich doch direkt in Richtung Remagen weiterzulaufen und somit die 5 extra km einzusparen.

Von  Rolandseck nach Bandorf

Der Weg beginnt dann auch erstmal vielversprechend und verläuft unmittelbar neben einem Haus in den Wald. Und ja, es wird langsam Frühling. Der Grünanteil im Wald steigt von Woche zu Woche an, die Temperatur zur frühen Morgenstund war zudem richtig angenehm zum Laufen. Sogar eine kleine Steinhüpferl Passage über eine matschige Stelle haben sie mir heute auf dem Weg eingebaut. Sehr schön. Dazu trägt einen der einen der Weg bald um den Berschberg herum bergauf…und wird breiter. So hatte ich mir das heute eigentlich nicht vorgestellt, doch die ersten 3-4 Kilometer der zurückgelegten Strecke bestanden Größtenteils aus sehr breiten Waldwegen, die zu dieser Jahreszeit auch von den umgebenen Wäldern keinen bleibenden Eindruck an diesem Tag bei mir zu hinterlassen wussten. Noch dazu waren verschiedene Gruppen von privaten Holzfällern sehr fleißig unterwegs. Sie versperrten teils mit ihren Autos die breiten Wege und erzeugten einen Lärm, der meditatives Trailgetrampel schon im Keim erstickte. Ein wenig besser wurde die Lage erst, als kurz vor dem ersten Abstieg, der Wald in ein offenes Feld übergeht. Auch die ersten Meter des Abstiegs selbst verliefen nicht mehr auf einem nicht mehr ganz so breitem Weg wie zuvor und wußte dadurch zu gefallen. Kurze Zeit später befindet man sich jedoch wieder auf einem deutliche breiteren Weg und läuft auf den Sportplatz von Bandorf zu. Hier muss man aufpassen: Der Rheinburgenweg macht vor Erreichen des Sportplatzes eine Abzweigung nach links. Von der an diesem Tag gelaufenen Strecke war das die einzige nicht gut ausgeschilderte Stelle und ich folgte so dem falschen Weg erstmal bis hinter den Sportplatz. Das man nicht mehr auf dem richtigen Weg ist, merkt man jedoch recht zügig: Auf der ersten Etappe waren nämlich die Wappen des Rheinburgenweges sehr hochfrequent an die Bäume gemalt. Sieht man für 5 Minuten keines, kann man sich einigermaßen sicher sein, dass man nochmal zurück muss, weil man irgendwo eine Abzweigung übersehen hat. Also ab, wieder hoch zum Sportplatz. Dann die richtige Abzweigung gefunden. Diese hat sich auch gelohnt. Auf einem schmalen, mit Kies besetzten Pfad geht es auf den Höhen von Bandorf vorbei, rechts von sich hat man immer wieder eine hervorragenden Aussicht. Leider weilt auch dieses visuelle Highlight nur äußerst kurz und klingt deutlich zu schnell auf den asphaltierten Straßen in Bandorf aus.

Von  Bandorf nach Remagen

Immerhin verlässt man Bandorf wieder recht zügig, und der Rheinburgenweg leitet einen äußerst steilen Abstieg ein – so steil, dass ich ihn nur langsam “laufen” konnte und dennoch hin und wieder wegschlidderte, Der Abstieg wird gefolgt vom nächsten Höhenpunkt der Etappe, indem er schmalpfadig am Bandorfer Bach entlang in Richtung Unkelbach führt. Leider ist auch dieses Stück gefühlt viel zu kurz. Kurze Zeit später erreicht und durchläuft man Unkelbach. Danach geht es weiter auf abermals recht breiten Waldwegen in Richtung des Taubentalbachs. Unterwegs war irgendwo ein Umleitngsschild, was ich jedoch nicht weiter beachte und ausschließlich den Wappen des Weges folgte. Nach der Überquerung des Taubentalbachs geht es wieder berghoch in Richtung des Weihers vom Waldschlösschens. Die Umrundung des Weihers ist dabei sehr schön, aber abermals leider viel zu kurz.

Parallel zur Straße geht es dann weiter nach Remagen. Auf dem kurzen Stück ist der Weg dann tatsächlich nicht überall passierbar gewesen, da er wegen Baumfällarbeiten blockiert ist.
Kurz vor Remagen kommt man noch an einem Aussichtspunkt an der Apollinariskirche vorbei. Hübsch haben sie es dort.
In Remagen angekommen war ich dennoch froh, dass die erste Etappe des Rheinburgenweges endlich vorbei ist: vielleicht lag es ein wenig auch am Tag, aber mir hat die Etappe aufgrund der mehrheitlich breiten Waldwege und aufgrund eines auf so einer kurzen Strecke überraschenden Asphaltanteils nicht gefallen. Wer nach dieser Etappe aussteigen will, der findet den Bahnhof von Remagen in unmittelbarer nähe. Für mich ging es am Samstag direkt weiter entlang der zweiten Etappe des Rheinburgenweges. Wie diese Verläuft und ob sie schon mehr Eindruck bei mir hinterlassen hat, schildere ich im nächsten Eintrag.

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