Rheinburgenweg: Etappe 2 – Von Remagen nach Bad Breisig

Von Remagen nach Sinzig über Bad Bodendorf

Nach dem eher durchwachsenen Erlebnis von der ersten Etappe kann es ja eigentlich nur besser werden. Man startet die zweite Etappe am Bahnhof von Remagen. Von dort geht es auf einem scheinbar unendlich langen Stück bergauf. Erst auf Asphalt, dann Kopfsteinpflaster, dann ein schmales Pfädchen, immer in Richtung des Streckenpunktes Waldburg, bei dem ich jedoch keinerlei Burg erspähte. Generell fällt bis hierhin die Ausbaute an Burgen und Rheinblicken eher dürftig aus und der Weg wird will bisher noch nicht so recht seinen Namen gerecht werden.
Von der Waldburg geht der Weg unspektakulär weiter und wird bald auch wieder breiter indem er entlang eines Baumlehrpfades führt. Nach kurzer Zeit folgt der erste nennenswerte Abstieg. Hier fällt auf, wie grün die Natur doch mittlerweile geworden ist, doch ehe man darüber noch weiter nachdenken kann ist man auch schon unten und wird von wilden Tieren in Empfang genommen.
Das Stückchen bis Bad Bodendorf ist insgesamt schon ein wenig besser als der Großteil der ersten Etappe. Aber würde ich es nochmal laufen wollen? Ich denke nicht. ES bleibt der Eindruck eines Standardweges.


In Bad Bodendorf überquert man die Gleise und läuft danach in Richtung Ahr. dort folgt man ein wenig den recht hübschen, aber auch schon zu dieser Jahreszeit sehr belebten Ahrtalradweg in Richtung Sinzig. Dort erwartet einen das unübersehbare Schloss von Sinzig. Weiter geht es entlang der alten Stadtmauern. Wenig später dämmerte es mir, dass ich bei der Hitze mehr Wasser verbrauchte als ich einkalkuliert habe. Ich sprach einen Zeitungsaustragenden Jugendlichen an, der jedoch keinerlei Reaktion zeigte. Zu mir denken, dass dies doch typisch für den bisherigen Verlauf des Weges war, machte ich auch keine weiteren Bemühungen mich bermerkbar zu machen und lief stattdessen weiter des Weges in Richtung Wald.

Von Sinzig nach Bad Breisig

Bei dem Aufstieg kurz nach Sinzig kam dann auch das erste Stück, wo ich nicht gelaufen bin, sondern in den gehenden Schritt überging: Die Knie schmerzten ein wenig und man muss es ja auch nicht übertreiben an einem solchen Sonnentag. Weite Teile der Strecke führen über recht breite Wanderwege relativ gerade und damit kräftezehrend und langweilig in Richtung Mönchsheide.
Dort geht die Krötenwanderung dann in den Märchenwald über und der schöne Teil der Strecke beginnt. Das erste Waldstück ist trotz des breiten Weges recht abwechslungsreich, da sehr dicht bewachsen und zudem bietet das Stück noch eine Gallerie der ausgezeichneten Bäume der letzten Jahre. Dennoch, wegen des Profils und der breite des Weges will richtige Spannung nicht aufkommen und man müht sich mehr bis nach Bad Breisig ab. Erst kurz bevor es nach Bad Breisig runtergeht offenbart die strecke, was sie denn zu bieten haben mag: Hübsch gewachsene Bäume und ein märchenhaft verspielter Abstieg, von wo man zeitweise einen Panoramablick genießen konnte, den ich für das Auskundschaften der nächsten Trinkstation nutzte.
Unten angekommen musste ich mich erstmal wieder mit Wasser eindecken, bin ich doch mittlerweile trocken gelaufen. Nach einer kleinen Pause ging es dann zu den Thermen in Bahnhofsnähe weiter. Der Punkt markiert auch für mich das Ende der zweiten Etappe des Rheinburgenweges. Aufgrund der letzten Teilstückes ab der Mönchsheide begann ich mich auch langsam auf das noch vor mir liegende Stück zu freuen. Generell ist der Weg ab kurz vor Remagen also schon besser geworden, aber wirklich zurück zieht es mich nicht auf die ersten beiden Etappen.

Trag mich in die Welt hinaus: Share on Facebook0Tweet about this on TwitterShare on Google+0Share on Tumblr0Share on StumbleUpon0Email this to someone

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Captcha * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.