Moselsteig Etappe 21 – Von Löf nach Moselkern

Prolog und Einstieg in Etappe 21

Nachdem ich mir fast eine Woche Zeit gab um zum einen die Impressionen am Wettersteingebirge auf mich wirken zu lassen und mich zum anderen vom Muskelkater zu erholen, zog es mich und meine Freundin an diesem herrlichen Sonntagmorgen wieder auf den Moselsteig. Auf dem Programm standen die Etappen 21 und 20, die wir wie gehabt wieder “rückwärts” ablaufen wollten. Das Auto parkten wir am Bahnhof von Löf. Von dort durchquert man zwar komplett Löf, ehe man wieder auf der offiziellen Strecke des Moselsteiges ist, aber der Zuweg zum Fernwanderweg ist gewohnt gut ausgeschildert. Vorbei an einem kanadischen Tulpenbaum, geht es am Kehrbach entlang hinauf durch das Kehrbachtal/Nachtigallental. Während diesen ersten Anstiegs rannte uns auch erstmal ein einsames Reh entgegen ehe es uns beide sah und nach einer kurzen Musterung ein wenig erschreckt wieder die Kehr eintrat. Es blieb bis heute ungewiss, ob dies an meinem angestrengenten Schnaufens lag.

Am oberen Teil des Kehrbachtals angekommen flacht die Steigung ab, was zusammen mit dem nun pfadigeren Weg dazu verleitet vom Wanderschritt in einen zügigeren, leicht laufenden Schritt überzugehen. Kurz nachdem man den Alzbach gequert hat, öffnet sich der geschlossene Wald und der Ausblick wird weitflächiger. Entlang des offenen Feldes geht es zur Hütte der Rabenlay.

Klettersteig Rabenlay

An der Rabenlay genossen wir erstmal ein wenig die Sommersonne und den Panoramablick über die Mosel auf einer dieser geschwungenen Panorama-Liegebänke. Dann schnallten wir die Laufrucksäcke fest und nahmen noch den Klettersteig Rabenlay mit.

Der Klettersteig/Kletterpfad Rabenlay ist ein Miniklettersteig und bildet einen sehr direkten Abstieg bzw. Aufstieg durch den Weinberg. Auf dem kurzen Wegstück befindet sich eine Leiter sowie stahlseilversicherte Passagen. Da er an einer Stelle über einen recht glatten Schieferstein führt waren wir zumindest dort auch über das zur Verfügung stehende Stahlseil als Kletterhilfe dankbar. Im unteren Bereich des Weges befinden sich ein paar Schieferstufen. Der Weg ist ansonsten leicht, kurzweilig und leider sehr, sehr kurz, so dass sich ein Vergleich mit dem Mittelrheinklettersteig in Boppard erübrigt. Während es sich für letzteren lohnt sogar nur für ihn angereist zu kommen, eignet sich der Kletterpfad Rabenley hingegen als optimaler Einstieg in die 21 Etappe des Moselsteigs. Deutlicher gesprochen:  wenn ich die Etappe noch einmal Laufen müsste, würde ich nicht in Löf beginnen, sondern in Hatzenport, da das Anfangsstück der Etappe bis zur Rabenlay doch eher gewöhnlich ist.

Von der Rabenlay zu Moselkern

Wir stiegen sofort wieder den kurzen Weg über den Klettersteig zur Rabenlay hinauf. Die Rabenlay markiert dann auch den Startpunkt des schönen Teils der Etappenstrecke. Oberhalb der Weinberge folgt der Weg nun auf den nächsten 1-2 km der Mosel. Und wir wurden am Aussichtspunkt der Kreuzlay abermals dazu eingeladen bei einem Panoramablick über Hatzenport eine kleine Pause einzulegen.

Der Weg geleitet einen nun nach Hatzenport, wo man die Straße, die durch das wunderschöne Schrumpftal mit seinen Schrumpfmühlen führt quert. Der nun folgende Aufstieg wird durch ein paar Treppen eingeleitet. Gefolgt wird diese Passage mit einer unerwarteten Kletterhilfe: Eine Leiter hilft uns wieder dabei Höhe gut zu machen. Doch damit nicht genug, auch ein Stahlseil begleitet uns bei dem recht steilen Aufstieg durch den Schiefer. Entzückt über ein solch abwechslungsreiches und völlig unerwartetes Ambiete Schritten wir begeistert voran.

Auf einem schmalen Pfädchen und geflankt von Weinreben führt der Weg dann über die L113, hinter welcher es dann auf den nächsten beiden Kilometern kontinuierlich und wieder auf breiteren Wegen bergauf geht. Mit Weitblick führt der Weg dann entlang der Mosel in Richtung Lasserg. Dort folgt man kurz einer Straße ehe man wieder entlang der Felder auf den Spurrillen eines Wirtschaftsweges die restlichen Kilometer der Etappe absolviert. Ein Hinweisschild macht darauf aufmerksam, dass das eigentliche Etappenende in Moselkern ist, jedoch der Moselsteig an dieser Stelle weitergeht.

Epilog

Die Etappe ist durchaus schön und abwechslungsreich, allerdings sollte man, wie bereits erwähnt, den Einstieg über den Klettersteig Rabenlay von Hatzenport aus wählen. Mit zahlreichen Ausblickpausen haben wir für die ca. 13 km lange Strecke etwas weniger als 3 Stunden gebraucht.

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