Ein Sommerurlaub. Erster Tag. Abfahrt.

Montag, 25.08.2014, Tag der Anreise.

Regen, Kälte und triste Dunkelheit wären durchaus treffende Bezeichnungen für den späteren Teil des Sommers im Jahre 2014 in Deutschland. Urlaubszeit ist ja dennoch irgendwie und während meine Freundin schon tagelang auf dem Rad an der Nordsee unterwegs sein durfte, konnte ich mich daheim im verregneten Bonn mit Zellstoff und Katzen amüsieren. Als meine Freundin von ihrer Radtour wiederkehrte, stand der Beschluss noch irgendetwas gemeinsam in der arbeitsfreien Zeit zu unternehmen schnell fest: zusammen Zelten wollten wir ausprobieren. Wohin es gehen sollte war dabei strittig. Wanderweg? Moselsteig? Sächsische Schweiz? Schwarzwald oder doch in die Berge. Auch sonntags, am Tag vor der Abreise waren wir uns noch nicht sicher wo es hingehen sollte. Als es dann am Montag hieß, dass deutschlandweit starke und anhaltende Regenfälle angesagt wurden und diese im Westen am schlimmsten wären, so war dann doch klar, dass es sehr zu meiner Freude in den bergigen Süden gehen sollte.

 

Es geht in die Berge!

Aufgrund der äußerst kurzfristigen Planung legten wir ein wenig mehr als unser Minimalgepäck gegen montag Mittag in den Kofferraum und zur fortgeschrittenen Nachmittagsstunde ging es dann auch endlich los: erstmal nur in Richtung Globetrotter um uns noch eine Gaskartusche mitsamt neuen Aufsatz zu kaufen. Als wir mit unserer Beute wieder raus waren, wären wir aufgrund der fortgeschrittenen Stunde am liebsten zwar einfach wieder heimgefahren, aber nun saßen wir im Auto und irgendwann muss es ja auch mal losgehen. Also ab auf die Autobahn auffahren und dann den mühsamen Weg in Richtung Berge antreten.

Als erste Station sollte eine Tour um Schloß Neuschwanstein herum anstehen. Unterkunft wollten wir auf einem Campingplatz am Bannwaldsee beziehen. Das Navi zeigte uns eine Ankunftszeit von kurz nach 22 Uhr an. Das wird spät. Zu spät vielleicht: wir riefen während einer kurzen Fahrtpause auf dem Campignplatz an. Dort teilte man uns mit, dass heute noch bis genau 22:00 Uhr eine Ankunft theoretisch möglich wäre. Also wieder ab in Auto und weiterfahren. Doch egal in welchem Tempo man fuhr, die geschätzte Ankunftszeit wollte sich nicht verringern. Nach einigen Staus gaben wir dann in der Dunkelheit an einer Allgäuer Autobahnraststätte den Versuch auf den Campingplatz zu erreichen.

Wir stiegen aus dem Auto und kundschafteten mit einer Taschenlampe bewaffnet die naheliegende Umgebung nach einem geeigneten Platz für unser Zelt aus, wo es niemanden stören würde. Nach einem kleinen Fußmarsch entdeckten wir auch tatsächlich eine solche Stelle am ungenutzten Rande eines Feldes, eingekesselt von der naheliegenden Autobahn und einem schmalen Baumgürtel. Froh darüber Gewissheit zu haben, dass wir heute Nacht eine Unterkunft gefunden haben gingen wir zum Auto zurück und erlaubten uns in der Autobahn Raststätte eine kleine warme und übertrieben ungesunde Mahlzeit.

Danach ging es zum Auto, Zelt rausholen um es an unserer ausgekundschafteten Stelle aufzubauen. In Nullkommanix baute meine Freundin das Zelt auf, während ich mit der Taschenlampe asisstierte. Als das Zelt stand, leuchtete am anderen Ende des Feldes plötzlich Licht. Wir konnten es nicht zuordnen, woher es genau stammte und ob es z.B. von einem Wagen käme, wägten wir uns doch völlig alleine auf dem Feld. Wir beschlossen schnell das Licht auszumachen und schliefen auch rasch müde, gut und ein wenig aufgeregt ein.

Trag mich in die Welt hinaus: Share on Facebook0Tweet about this on TwitterShare on Google+0Share on Tumblr0Share on StumbleUpon0Email this to someone

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Captcha * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.