Moselsteig Etappe 19 – Von Treis-Karden nach Cochem

Auf zur 19 Etappe des Moselsteigs! Heute galt es das gute Wetter auszunutzen. Meine Freundin und ich machten uns daher nach Treis-Karden auf um uns von dort in Richtung Cochem auf der 19. Etappe des Moselsteigs voranzukämpfen.

Auf zum Martberg

Geparkt wurde in Bahnhofsnähe und moselsteigtypisch war es aufgrund der guten Beschilderung ein leichtes von dort auf den offiziellen Wanderweg zu finden.

Der Weg führte uns auf einem Kreuzweg raus aus Treis-Karden zu unserer ersten Steigung in Richtung  “Martberg”. Nach den ersten paar Höhenmeter hat man die Gelegenheit den offiziellen Weg zu verlassen um eine in der Nähe befindliche Kapelle zu besichtigen, von der man trotz der geringen Höhe bereits einen recht hübschen Überblick auf Treis-Karden und die Mosel erhält. Schon bald zog es uns jedoch wieder auf den Weg und weiter hinauf in Richtung des Martbergs.

 

Lenus-Mars-Weg

Der Moselsteig verläuft auf dem Stück entlang des Lenus-Mars-Wegs, einer Art ärchologischem Lehrpfad, der dann letzlich auch zur gallo-römischen Tempelanlage führt.

Kurz vor der Tempelanlage kann man den Moselsteig nocheinmal in Richtung eines Aussichtspunktes verlassen, an dem wir eine kurze Frühstückspause eingelegt haben, ein paar gekochte Eier zu uns nahmen und den Blick über die Mosel schweifen ließen.

Wieder zurück auf dem Weg liefen wir auf die Tempelanlage zu von der wir jedoch ein wenig enttäuscht waren.

 

Kreuzweg bei Pommern

Der Moselsteig führt einen dann weiter in Richtung Pommern und baut dabei all die schwer erkämpften Höhenmeter wieder ab. Auf dem Abstieg durch die Weinberge mogelten wir uns noch möglichst leise am Drehort einer Kochsendung vorbei.

Pommern wird ein sehr kurzes Stück durchlaufen ehe man sich auf einem Kreuzweg wieder nach oben kämpft. Auf dem Kreuzweg gelangt man zu einer Weggabelung mit einer Station des Kreuzwegs in der Mitte. Hier sollte man aufpassen, es war die einzige schlecht ausgeschilderte Situation auf dieser Etappe des Moselsteigs und wir entschieden uns auch prompt für die falsche Abzweigung. An der Gabelung sollte man links herum laufen und somit den Kreuzweg verlassen. Wir folgten jedoch dem Kreuzweg rechts herum und liefen so zu einer Kapelle.

“Irgendwie wird man schon  wieder auf den Weg kommen” dachten wir uns und  kämpften uns hinter der Kapelle sogar noch weiter hoch. Ab hier waren wir verloren. Kein Weg und keine Ahnung wo wir waren.

Ganz so falsch konnten wir aber nicht sein, immerhin muss ja notwendigerweise der moselsteig irgendwo in der nähe verlaufen und so liefen wir am Rand des Feldes weiter bis uns irgendwann wieder ein Wegweiser begegnete und uns zurück zur Kapelle lotste. Der Weg dorthin ging allerdings durch den Urwald. Auch wenn uns die Schleife ein paar anstrengende Meter mehr eingebracht hat, war sie läuferisch dennoch äußerst abwechslungsreich und fordernd und wir bereuten die Extrarunde keine Minute lang.

Wieder auf dem Moselsteig

Von der Kapelle aus machten wir uns auf die Suche nach dem Moselsteig, dessen Spur wir dann auch zügig durch die Weinberge wieder aufnahmen. Wir kamen traubentechnisch zur besten Jahreszeit. Es war herrlich so durch die Weinberge zu laufen. Der Weg verlässt allerdings schon bald die Mosel wieder auf einen schluchartigen grandiosen Anstieg durch  den Wald. Das schöne Stück führt auf fast 2 km stetig bergauf nach Kail. Meine Freundin lief im guten Tempo vor und mir gelang es erst kurz vor Kail sie zu überholen.

Kail durchläuft man recht kurzweilig auf der Hauptstraße. Von dort geht es dann die nächsten 5 km recht eben durch Wald, Feld und Flur. Ein Highlight sei dabei jedoch nicht unerwähnt. Unterwegs ist ein Pausenpunkt, an dem eine Verpflegungstruhe mit Getränken für Wandersleute aufgestellt ist. Eine wirklich tolle Idee! In der nähe fanden stießen wir auch auf eine uns unbekannte tentakelförmige Pilzart, gar alienhaften Tintenfischpilzen, die äußerst interessant wirkten.

 

Der Weg verläuft weiter abwechslungsreich durch Wiese und Wald.

Runter geht’s durchs Dortebachtal

Dann verlassen wir allerdings das erklummene “Plateau” in Richtung Kletten durch das wunderschöne Dortebachtal.  Aufgrund des damit eingeleiteten  Downhills wird dieses leider viel zu schnell hinter sich gelassen. Unten kommt man auf Moselhöhe an der Schnellstraße B49 heraus, die  parallel zur Mosel verläuft. Dieser folgt man ca. 200 meter in Richtung Klotten.

Klotten

Klotten selbst wird nur gestreift und als Einstieg für den Aufstieg in die Weinberge genutzt. Der Moselsteig führt hier inmitten durch die Häuser durch und man muss ein wenig aufpassen, sonst verpasst man die Abzweigung zwischen den Häusern.  Das nächste große Zwischenziel der Etappe ist der Wild- und Freizeitpark Klotten an welchem der Steig vorbeizieht. Unterwegs dorthin durchläuft man Wald und hat immer mal wieder die Chance an verschiedenen Aussichtspunkten den Blick auf die Moselgegend zu werfen. Am Freizeitpark gibt es die Gelegenheit mit einer Gondel zurück nach Cochem zu fahren, aber wer es bis hierhin geschafft hat, der schafft den Rest der Strecke auch noch 🙂

Vom Pinnerkreuz nach Cochem

Tatsächlich würden die Gondelfahrer den kröhnenden Abschluß der Etappe noch verpassen: Den Aussichtspunkt am Pinnerkreuz an dem einem Cochem zu Füßen liegt.

Von diesem letzten Aussichtspunkt geht es dann wieder auf den Moselsteig hinunter nach Cochem. Auf dem Weg befindet sich die ein oder andere Weinstube, dort machten wir zwar keine Pause, nahmen aber dennoch ein wenig frischen Federweißen mit.

Mit der Bahn ging es dann nach diesem schönen Herbsttag zurück zu unserem Auto nach Treis-Karden.

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