“Ziehst du mal besser ‘ne Jacke heute abend an. Ist ja doch bisschen kälter.” Ungefähr sowas habe ich mir wohl gedacht, als ich am heutigen donnerstag noch aus dem Haus ging.
500 Höhenmeter bei kühlem Wetter war das großzügig gestreckte Ziel. Den matschigen Untergrund des Kottenforstes noch im Gedächtnis, fiel die Wahl meiner Laufschuhe heute auf die S-lab XT 6 Softground.
Dabei habe ich die Schuhe lange Zeit unangerührt bei mir rumstehen lassen: Auch heute noch, das heißt fast 3 Monate später, erinnert mich ein blauer Zehnagel am rechten Fuß an die Strapazen, die ich in diesen Schuhen überstanden habe. Das Gefühl nun wieder in die Schuhe hineinzuschlüpfen ist fast ein wenig ehrfüchtig.
Nachdem ich einen kleinen Riss im Mesh-Material der Schuhe feststellte, über den ich mich ein wenig ärgerte (die Schuhe sind so gut wie neu), zog ich die Stirnlampe an. Nur um festzustellen, dass auch dort, eine Gegenhalterung vom Akkukabel kaputt gegangen ist. Egal. Hält noch, wackelt noch und hat Platz.
Auf ging es nach draußen. Im gemäßigten Tempo den Kottenforst hinauf. Dabei regnete es leicht. Abstieg vom Kottenforst, es regnete etwas stärker. Abermaliger Aufstieg. Mittlerweile war ich so durchnässt, dass mir der Regen wieder egal war. Freute mich gar: endlich werden die Schuhe mal wieder sauber. Die Tropfen wurden immer dicker, die Strecke immer anstrengender. Zu anstrengend noch für mich. Meine Höhenmeterrunde von vor einigen Wochen nur zweimal komplett geschafft. Die 500 hm bleiben somit erstmal noch Wunschdenken. Aber so hat man wenigstens noch realistische Ziele für demnächst.
Hätte ich nur besser mal meine Regenjacke statt normale Laufjacke angezogen. Zuhause dann die total durchnässte Mütze ausgezogen und unter die warme Dusche gesprungen. Eine Wohltat. Auch das Laufen.





