Packtest: Salomon Adv Skin S-Lab Hydro 5

IMG_9422Gestern lag er also in der Packstation. Mein neuer Laufrucksack. Erwartet wurde ein Salomon Adv Skin S-Lab Hydro 12. Das Paket aus der Packstation entnommen, fiel zuerst auf, wie irre leicht der neue Rucksack doch wohl sein muss. Kaum daheim, wurde der Rucksack ausgepackt und ich stellte enttäuscht fest, dass mir der Händler die 5 Liter Version geliefert hat. Da ich jedoch ohnehin mit beiden Versionen liebäugele, unterzog ich dem Rucksack einem kurzen Packtest.

Auch für kürzere Trails wie z.B. dem ca. 36 km langen Salomon Zugspitz Basetrail ist eine Grundausrüstung obligatorisch. Zu dieser gehört im wesentlichen:

  • Regenbekleidung
  • Warme Kleidung
  • Handschuhe und Mütze
  • Wasserbehälter mit mindestens 1,0 Liter
  • Notfallausrüstung
  • Mobiltelefon

Im Vergleich zur letzjährigen Generation unterscheiden sich die neuen Adv Skin Rucksäcke von Salomon vor allen in zwei Dingen:

  1. Softflask statt Trinkblase
  2. Geändertes Design des Hauptfaches 

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Der Rucksack kommt zwar mit der bereits bekannten Isolierhalterung für Trinkblasen, das Hydropak selbst vermisst man jedoch. Stattdessen befinden sich in den Vordertaschen am Gurt nun zwei Softflasks à 500 ml Fassgungsvermögen.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Softflask in dieser Größe und im vollen Zustand nur schwer in die Trinkflaschenhalterung des alten Modelles gepasst haben:  tatsächlich ist mir eine während des Laufens schon herausgefallen.
Die Taschen sind nun so tief, dass dies nicht mehr passieren kann. Auch die Position der Tasche ist gefühlt weiter nach oben in Brustnähe geraten. Die Schattenseiten der neuen Taschen sind, dass sie sich zum einen nicht mehr richtig zuziehen lassen und zum anderen sehr tief sind. Man kann mit seinen Händen nur noch sehr schwer reingreifen um kleinere Dinge rauszufischen. Jemand, der wie ich das Laufen mit Trinkblase gewöhnt war und die Fronttaschen vorher als Ablageort genutzt hat, wird sich vermutlich daher unwohl fühlen.
In der Praxis besteht laut Erfahrungsberichten die Gefahr, dass die Softflask beim Laufen unbequem wackeln (wenn sie leerer werden). Außerdem ist der Verschluß so empfindlich, dass sogar auf leichten Druckkontakt bereits Flüssigkeit austritt. Mittlerweile gibt es Softflasks von Hoka, die eine kleine Schutzkappe mit sich bringen. Hier hingt Salomon bezüglich der Nutzbarkeit der Softflasks eindeutig hinterher: Wie oft hätte ich mir auf dem Rennrad schon gewünscht einfach eine kleine Softflask in die Trikottasche stecken zu können.
Auf der anderen Seite steht jedoch der Große Vorteil, dass man durch die Mitgelieferten Softflask daran erinnert wird, oftmals auf eine Trinkblase verzichten zu können und somit mehr Platz im Rucksack hat.

IMG_9429Bezüglich des Platzes hatte ich zuerst meine Bedenken. Das Meshmaterial, was die Staufächer am Rucksack ausmacht ist nicht mehr überall das gewohnte, äußerst grobe aber sehr dehnbare Mesh, sondern besteht aus zwei Arten. Im unteren Teil des Rucksacks das alte Grobe, im oberen Teil entlang des Hauptfaches hingegen ein feineres neues Mesh.  Das Hauptfach am 5 Liter Rucksack hat zudem keinen durchgehenden Reisverschluss mehr an der Seite, sondern ist nur noch von oben zu befüllen. Die Angst, dass man dadurch etwas länger Wühlen muss, um an Dinge zu gelangen, die eher unten im Rucksack liegen, scheint mir weitesgehend unbegründet zu sein: dadurch dass er oben komplett offen ist, hat man viel Freiheit beim Kramen. Um seine sieben Sachen vor dem Rausfallen zu bewahren, lässt sich der obere Teil des Rucksackes an einer Stelle durch einen ausgefeilten Schließmechanismus zusammenknöpfen. Plastikteile, die man zusammendrückt weisen oftmals irgendwann Ermüdungsbrüche auf. Wie lange der Plastikverschluß hält, muss ein Langzeittest zeigen. 

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Das feine Mesh des Hauptfaches ist wie eine Nylonleggings – immernoch äußerst dehnbar, fühlt sich dabei aber sehr wertig an. Zusammen mit dem (nun besser gelungenen) unteren Teil des Rucksackes ist der neue ein wahres Platzwunder, sollte man auf die Trinkblase verzichten können. Besonders gut ist auch, dass nun auch die Seitentaschen an den Gurten während des Tragens bequem erreichbar sind.

Das Leergewicht des Rucksacks beträgt 375g ohne die Isolierhalterung der Trinkblase, aber mit 2 leeren Softflasks, der Rettungsdecke und der Trillerpfeife.  Die Isolierhalterung für die Trinkblase schlägt mit ca. 25 g Extragewicht zu Tage.

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Doch was passt nun tatsächlich in den Rucksack? Ich legte meine Regenjacke, meine Regenhose, ein weiteres Langarmtrikot, Mütze und Handschuhe zurecht. Dies entspricht, jenachdem was man am Körper trägt, im Groben schon der Pflichtausrüstung für den Basetrail. Der Rucksack ist beinahe unterfordert mit diesen Aurüstungsgegenständen.

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Der Rucksack würde sich in diesem Zustand vermutlich noch sehr bequem tragen lassen: Der Rückenteil ist nicht sonderlich ausgerundet und man könnten noch beliebig umschichten. Also packte ich zusätzlich noch eine 3/4 Hose,  zwei Beinlinge, einen Trinkbecher sowie ein Kurzarmtrikot hinein.

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Die weitere Pflichtausrüstung wie ein kleineres Smartphone (hier Sony Xperia Go) sowie eine kompakte Digitalkamera, kann man noch einigermaßen bequem in die neuen Gelfächer am Gurt packen. Der Rucksack ist nun gut gefüllt, aber es könnte noch mehr reinpassen. Man muss jedoch bedenken, dass jeder weitere Gegenstand zu Kosten der Bequemlichkeit am Rücken geht, da sich der Rucksack immer weiter wölbt, je voller er ist — Vor allem dann, wenn man anfängt das obere Hauptfach zu befüllen.

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Dennoch, der Rucksack bleibt ohne Trinkblase ein Platzwunder. Man sollte jedoch daran denken, dass er nicht wasserdicht ist. Je nach Wettervorhersage muss man seine Kleidungssachen also extra vor Regen schützen. Rein von der Kapazität scheint die 5 Liter Version für die meisten Tagesveranstaltungen völlig auszureichen. Er trägt sich anders als der Alte, aber zumindest im Ruhezustand nicht unbequemer.

Zuletzt noch ein Hinweis. Die Bilder sind aufgrund von Kunstlicht nicht farbecht. Die Farben des Rucksacks sehen in der Realität kräftiger aus.

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