Für Sonntag hatten meine Freundin und ich uns mit meiner ehemaligen Laufpartnerin und ihrem Freund für einen kleinen Pärchenlauf im Bergischem Land verabredet.
Also grobes Ziel hatten wir uns ein Teilstück des ca. 55 km langen Ennepetaler Wappenweg vorgenommen. Der Wappenweg ist ein Rundkurs, der um das Ennepetaler Stadtgebiet verläuft.
Den Vorabend haben wir noch genutzt um eine Batterie an Brownies zu backen, die uns als Wegverpflegung neben den zahlreichen Müsliriegeln dienen sollten.
Da wir nicht genau wußten, wieviele km wir von dem Weg schafften, kamen wir so mit äußerst gut gefüllten Rucksäcken gegen 10:30 h am verabredeten Treffpunkt des Bahnhofs Ennepetal an. Nach einer kurzen Vorstellung beschlossen wir den Rundweg in Richtung Norden abzulaufen, verpassten jedoch direkt das erste Wappen und liefen prompt in die falsche Richtung, die doch recht steile Bahnhofstraße hinunter. Der Fehler fiel aber unmittelbar auf und so ging wieder hoch, nun jedoch den Wappen folgend.
Die führten uns auch recht schnell in den Wald, wo die erste nennenswerte Steigung auf uns wartete. In Trailmanier gingen wir sämtliche Steigungen und liefen alle übrigen Stücke.
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Noch nicht ganz oben angekommen sahen wir in der Entfernung eine Person, die, einen kleinen Pudel an der Leine, alle paar Meter auf dem rutschigen und matschigem Waldboden ausrutschte und hinfiel. Als wir auf den Wankelmutigen aufschlossen, entpuppte sich dieser als älterer Herr, dessen schnelle Atmung mindestens auf ein Kreislaufproblem hindeutete. Nach einer kurzen Pause erklärte er uns, dass ihm schwindelig geworden ist und trotz seiner Beteuerung, dass nun alles wieder gut wäre, begleiteten wir ihn den Berg hinunter in Richtung Grevelsberg.
In den Straßen der Stadt angekommen, rief er seine Frau an, verabschiedete sich dankend von uns und wir zogen fort um den Wappenweg fortzusetzen.
Kurz hinter dem Brahms Kopf müssen wir dann jedoch abermals wohl ein Wappen verpasst haben und als Folge liefen wir so auf die Bergstraße zu, an der wir auf eine Walkerin trafen. Diese konnte uns zwar nicht sagen wo und wie wir wieder am besten auf den Wappenweg gelangen, aber sie lotste uns Erfolgreich in Richtung Voerde, in dem wir der Straße ein Stückchen bergauf folgten.
In Voerde entdeckten wir wieder ein Wappen und entschieden uns dazu den Weg noch ein Stückchen weiter abzulaufen anstatt nun nach ca. 13 km umzudrehen.
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Kurze Zeit später erfrischte uns ein kurzer Schauer an dem sonst recht milden und eher sonnigen Tag. Diesen laufend überstanden, fanden wir ein Plätzchen für eine kleine Ess- und Trinkpause mit Panoramablick.
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Von dort dann wieder weiter auf den Wappenweg — dachten wir zumindest. Tatsächlich fehlt von unserer Laufrichtung aus auf dem Stück eine essentielle Markierung. So ging es eine zusätzliche Schleife durch ein recht hübsches Waldstück, ehe wir wieder auf unseren Rastplatz stießen. Ein wenig verzweifelt nach dem Weg suchend entschieden wir uns für eine Abzweigung, die sich wenig später tatsächlich wieder als Wappenweg entpuppte, und dem wir bis nach Hasperbach folgten.
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In Hasperbach erwartete uns bis zum Landeplatz Hagen Hof Wahl die letzte nennenswerte Steigung an diesem Tag durch sehr matschiges Terrain. Am Hochpunkt angekommen entschieden wir uns den Wappenweg endgültig wieder zu verlassen und uns auf dem Weg zum Startpunkt zu machen. Der Abstieg erfolgte recht direkt, so dass wir Voerde recht zügig erreichten.
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Von dort ging es dann in Richtung Bahnhof Ennepetal über die Kluterhöhlen, die wir pünktlich um 16:00 Uhr zu einer Führung erreichten.
Nach unseren letzten Höhlenaufenthalt waren meine Freundin und ich natürlich sehr interessiert an einer erneuten Höhlendurchquerung. Unser Begleitpäärchen bevorzugte hingegen eine zügige Rückkehr zum Bahnhof (und Eisdiele), womit sich unsere Gruppe vorerst trennte. Die Führung der Höhle entpuppte sich als sehr gut. Die Höhle an sich recht spannend und tatsächlich war sie weniger kalt als befürchtet.
Nach der Führung flogen wir schnellen Laufschrittes wieder Richtung Bahnhof um auf die beiden anderen wieder zu stoßen.
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Das Stück gelaufener Rundweg war wunderschön, obwohl er primär über recht breite Wanderwege ging. Die angrenzenden Wälder sind z.B. alle sehr natürlich gewachsen und nicht, wie man es im Siebengebirge häufig sieht, reihenweise angepflanzt. Es sind solche Kleinigkeiten, die den Eindruck beim Durchlaufen intensivieren. Hinzu kommen die herrlichen Feldpanoramen im hügeligen Bergischem Land. Leider scheint der Weg nicht immer gut genug ausgeschildert zu sein, was gerade beim Laufen doch sehr frustrierend sein kann. Dennoch, ich könnte mir durchaus vorstellen, nocheinmal hinzufahren um etwas weiter auf dem Rundweg vorzudringen.


































