Ersteindruck: Salomon Adv Skin S-Lab Hydro 12

Endlich konnte ich diese Woche die 12er Version des viel beworbenen Laufrucksacks Adv Skin S-Lab Hydro in den Händen halten. Ein ausführlicher Test und Erfahrungsbericht wird natürlich folgen. Da ich die 5er Fehllieferung noch nicht wieder zurückgeschickt habe, war es mir so möglich ein paar vergleichende Impressionen zu sammeln und die Unterschiede der beiden Laufrucksäcke explizit herauszuarbeiten.

Als ich das Päckchen ausgepackt habe war ich überrascht, wie wenig größer die 12er Version gegenüber der 5er version erscheint. Tatsächlich erweckt der 12er Rucksack den Eindruck nur etwa eine Handbreit länger als sein kleiner Bruder zu sein. Angebaut wurde die zusätzliche Länge primär untenrum: das offene Rucksackfach der 12er Version  ist breiter als bei der 5er Version.

S-lab Hydro 12 Back

links 5er, rechts 12er

S-lab Hydro 12 Front

links 12er, rechts 5er

Größenunterschied. 12er unten.

Größenunterschied. 12er unten.

Das ist allerdings nicht das einzige Unterscheidungsmerkmal. Auch das Hauptfach hinten am Rucksack kommt nun mit einem seitlich verlaufenden Reissverschluss einher. Durch die geschickte Anbringung eines Meshs an diesem Fach, hat es zudem mehr Fassungsvermögen im Bedarfsfalls, trägt sich ansonsten aber ähnlich fest am Körper wie bei der 5er Version.

Mesh am Hauptfach. 12er Version.

Mesh am Hauptfach des 12ers.

Hauptfach des 5er.

Das Hauptfach des 5ers kommt ohne aus.

Das Reisverschlussgesicherte Hauptfach ist nochmals in zwei Bereiche unterteilt, was gegeben der Größe echt praktisch ist. Generell finde ich jedoch, dass man relativ schwer reingreifen zu können scheint um sachen rauszukramen. Ein beidseitiger Reissverschluss wäre wäre meiner Meinung nach ein Nutzungsvorteil.
Falls man keine Trinkblase mit sich führen sollte, findet in der 12er Version das Trinkblasenfach als zusätzlichen von oben befüllbaren Stauraum vor. Im Gegensatz zum 5er Rucksack, lässt sich dieses wie das nach oben offene Hauptfach des 5ers mit einer einfachen Haltekonstruktion “verschließen”. Aber Achtung: Unten befindet sich natürlich die Öffnung für den Schlauch der Trinkblase. Im Fall des Falles ließe sich die Öffnung sich mit der Rettungsdecke einigermaßen zustellen.

Blick ins Hauptfach.

Blick ins Reissverschluss-Hauptfach.

Verschluss am Trinkblasenfach

Verschluss am Trinkblasenfach

Durch die Zusätzliche Länge und die zusätzlich mögliche Tragekapazität unterscheidet sich der 12er noch durch weitere Merkmale gegenüber dem Adv Skin S-Lab Hydro 5.
Der Rucksack ragt z.B. längenmässig vorne herum natürlich auch ein wenig weiter herunter. Das macht, für meine Körperhaltung, im direkten Vergleich die Elastikbänder an den Brustgurten minimal unbequemer. Es sei jedoch gesagt, dass man die Position natürlich noch grob anpassen und diesen subjektiven Nachteil einigermaßen ausgleichen könnte. Ohne direkten Vergleich fällt einem dies sicherlich ohnehin nicht auf.
Im Gegensatz zum kleinen Bruder sind die Elastikbänder in der 12er Version unterschiedlich breit: im oberen Bereich sind sie identisch mit der 5er Version, im Bauchbereich wurden breitere Bänder gewählt.
Der Schulterbereich verfügt hingegen über zusätzliche einstellbare Züge, womit man ein wenig die Spannung der hinteren Tragetaschen einstellen könnte.

Unterschiedlich breite Bänder am 12er.

Unterschiedlich breite Bänder am 12er.

Feststellmöglichkeit für den hinteren Teil.

Feststellmöglichkeit für den hinteren Teil.

Diesen Bereich stellen die Zügel fest.

Diesen Bereich stellen die Zügel fest.

Der Rucksack kommt, wie die kleinere Version, standardmässig mit zwei 500 ml Softflasks einher. Auch wenn die Trinkflaschen aus PVC-freien Materialgefertigt sind, so sind sie dennoch in den ersten paar Gebrauchswochen noch nicht geschmacksneutral. Dies liegt am Mundstück der Flasks. Der eigentümliche Geschmack vergeht aber mit der Zeit und der Nutzung. Ich persönlich habe das Gefühl, dass sich im Mundstück irgendein Schmiermittel befindet. Vielleicht sollte man Hydrapak mal darauf hinweisen.
Unter der Softflaskhalterung wurde der zusätzliche Platz für eine weitere Minitasche gegenüber der 5er Version genutzt. Sie erscheint mir auf dem ersten Blick wegen ihrer Größe nicht als sonderlich sinnvoll, lässt sich jedoch vielleicht als kleine Mülldeponie benutzen. Die Seitentaschen sind bis auf die Breite Identisch in beiden Versionen. Die Geltaschen am Haltegurt unterscheiden sich augenscheinlich nicht.
Was mich persönlich jedoch an der großen Version stört ist das Fehlen der Rettungsdeckenfaches. In dieses habe ich im Vorgängermodell Salomon Advanced Skin 5 ganz gerne auch mal meine Ausweise abgelegt und hatte sie sofort griffbereit.

Fazit: Ich war positiv überrascht, dass auch die große Version sich so klein anfühlt, leicht ist und sich im leeren Zustand immernoch mehr wie eine Weste anstatt Rucksack trägt.
Negativ fiel mir bei diesem ersten Eindruck die Nutzbarkeit des Reissverschlussfaches auf, der für mich minimal unbequemere Sitz und das Fehlen eines schnellerreichbaren Rettungsdeckenfaches.
Gerade der Sitz ist jedoch subjektiv: Meine Freundin mochte den Großen beim kurzen Probetragen z.b. mehr, da man sich mehr “umarmt”, also fester umspannt fühlt.

Ich persönlich empfinde apriori für den Trailläufigen Alltag die 5er Version immernoch praktischer als die 12er. Auf lange Ultratrails wie z.B. dem Salomon Zugspitz Ultratrail ist meistens 1.5 Liter Wasser erforderlich. Dieser Vorrat wird mit den beiden Softflasks nicht gedeckt und die einfachste Möglichkeit ist das Mitführen einer Trinkblase. Falls die an Board ist, würde ich apriori wegen der zusätzlich möglichen Kapazität die 12er Version der 5er Version vorziehen: Ein halbvoller 12er ist sicherlich bequemer als ein voller 5er, wiegt dabei nicht viel mehr und ist auch sonst nicht viel länger.

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