Auf Traum- und Irrpfaden
Mein erster wieder nennenswerter Trainingslauf nach dem ZUT 2014 sollte meine Freundin und mich nach nach Vallendar führen. Angedacht waren das Ablaufen von zwei benachbarten Traumpfaden: Saynsteig und Waldschluchtenweg um insgesamt an diesem Tag auf etwas über 20 km zu kommen. Wir trafen uns in Vallendar mit Anna und machten uns vom dortigen Bahnhof dann mit dem Auto auf die Suche zum gut befüllten Wanderparkplatz am Feisternachbachtal.
Traumpfade sind gut ausgeschildert und so starteten wir den Rundkurs in Richtung Norden parallel zum Feisternachbach. Der Weg ist anfänglich eher breit und lud auf den ersten Kilometern zum “in der Sonne braten” ein. An einem kleinem See biegt er jedoch in waldigeres Terrain ab, dabei aber nur seltenst auf Pfäden.
Wir liefen unbekümmerter weiter und mussten wohl in Gesprächen verwickelt, die korrekte Abzweigung des Traumpfades übersehen haben. Statt eines Rundkurses machte der Weg für uns nämlich wieder kehrt und wir liefen nach einigen Kilometern wieder auf dem Ursprungsweg ein wenig enttäuscht zum Parkplatz zurück.
Da wir eigentlich dachten ständig den Traumpfad Schildern gefolgt zu sein, war nach den fast 10 km ein wenig Enttäuschung breit. Am Parkplatz (und nach Blick auf die Karte) entdeckten wir dann jedoch entlang Landstraße L309 ein weiteres kleines Traumpfad Schildchen. Wir machten eine kleine Wasserpause am Parkplatz und brachen dann auf um wenigstens noch die Aussichtspunkte auf der zweiten Hälfte der Strecke mitzunehmen.
Auf den zweiten Teil des Traumpfades
Es ging also weiter entlang eines Pfädchens in der “Schlucht” am Hilscheider Bach. Der zweite Teil der Strecke begann schon deutlich schöner als die ersten 10 km. Nach einer Querung der L309 erwartete uns eine kleine Rampe durch den Wald und anschließend ein etwas längerer schmalspuriger Aufstieg durch die brennende Mittagssonne. Wir liefen noch ein paar km weiter und entschieden uns, statt abermals über den ersten Teil zum Parkplatz zurückzulaufen einfach noch einmal auf demselben Weg und somit durch die schönere Schlucht zurückzulaufen.
Am Ende fehlte uns so zwar ein Stückchen vom Rundkurs, dass, was wir jedoch gesehen haben hinterließ bei uns eher den Eindruck einer Feierabendrunde, wenn man in der Gegend wohnen würde. Der Weg ist meist breit und die Strecke nicht sonderlich interessant. Zumindest für mich gibt es keinen Grund noch einmal ausschließlich für den Traumpfad anzureisen um ihn tatsächlich einmal komplett als Rundkurs zu absolvieren.
Ein wenig demoralisiert, dass wir uns so “verlaufen” haben (und somit fleißig extra Kilometer sammelten) und gleichzeitig von der Sonne gemartert, entschieden wir uns den Traumpfad Saynsteig für ein anderes Mal aufzubewahren und ließen es uns stattdessen bei einem Eis in Vallendar gut gehen.
Für unsere etwas unglücklich verlaufende ca. 17km lange Variante des Traumpfades haben wir an diesem sonnigen Tag etwas über 2 Stunden gebraucht.




















